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Das Fell

Das Fell

Die Fellqualität hat den größten Einfluss auf den Klang.

Es wird meistens Ziegenfell verwendet, aber auch mit anderen Tierarten ist schon experimentiert worden, z.B. Kuh oder Kalb, Hirsch oder Känguruh, um nur einige zu nennen. Es handelt sich also um Naturfelle (obwohl es auch Bodhráns mit Kunstfellen gibt), welche mehr oder minder empfindlich auf Schwankungen in der Luftfeuchte reagieren. Bei hoher Luftfeuchtigkeit wird das Fell sehr schlaff, bei Trockenheit dagegen sehr straff.

Bei Trommeln ohne Stimm-Mechanismus muss man, um die Spannungsunterschiede im Fell auszugleichen, entweder mit dem Föhn oder mit einem Schwamm und Wasser arbeiten. Das ist zum einen lästig, zum anderen ist das Ergebnis nur schwer vorhersagbar und hält leider auch nicht allzu lange an.

Daher führt heute kein Weg mehr an einer stimmbaren Trommel vorbei.

Auf den meisten Trommeln wird ein Fell verarbeitet, diese nennt man Single Skin.
Es gibt aber auch Hersteller (u.a. Eckermann und Hedwitschak), die zwei Felle miteinander verleimen und als sogenannte Doubleskin zusammen auf die Trommel bringen.
Ein Hersteller, dessen Namen ich leider nicht erinnere, hat auch schon mit drei Fellen experimentiert, aber das hatte anscheinend nicht den gewünschten Effekt, jedenfalls hab ich nichts mehr davon gehört...

Ansonsten kann man sagen, dass eine Doubleskin bassiger ist als eine Single Skin, letztere dafür schneller anspricht und knackigere Höhen hat. Bei einer Doubleskin muss man etwas mehr arbeiten und drücken, um Klangunterschiede zu erreichen.

Meine drei Trommeln sind alle Single Skins.



2016 Andreas Schneider