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Konzerte

Die schönsten Bilder von Konzertbesuchen findet Ihr auf dieser Seite.
Alle Bilder © Andreas Schneider.

Bereits zum 6. Mal fand in Köln ein mir bis dahin unbekanntes Musikfestival statt.
Die kleine, aber feine Poller Irish Night hatte es geschafft, zwei Bands einzuladen, von denen ich die erste noch gar nicht kannte.
Daher war ich hauptsächlich wegen der Hauptattraktion des Abends, Beoga, nach Poll gefahren und bekam stattdessen gleich zwei richtig tolle Formationen zu hören und natürlich zu fotografieren.

TRiSIT

TRiSIT ist eine neue und mir bisher unbekannte Formation aus Deutschland, wobei ich die drei Musiker, bestehend aus Michael "Mich" Neumaier (Geige), Alex Otto (Gitarre) sowie Thomas Gurke (Akkordeon) z.T. schon persönlich kenne.
Die drei beherrschen ihre Instrumente aus dem Eff-Eff und heizten dem Publikum als Vorband so richtig ein! Die launigen Ansagen mit zum Teil sehr trockenem Humor taten ihr Übriges, um ebenfalls für Stimmung zu sorgen.
Nach einer knappen Stunde mit mehreren Zugaben war die Stimmung im Publikum bereits sehr gut und in der Pause vor dem Hauptakt hörte ich auf den Gängen mehrere angeregte Unterhaltungen über die hohe Qualität der soeben gehörten Performance.

Beoga

Es war für mich bereits das vierte Mal, dass ich diese Band, die zu meinen persönlichen Top-Favoriten zählt, gehört habe und sie werden wirklich von Mal zu Mal immer noch besser!
Natürlich interessiere ich mich als Bodhranspieler besonders für Eamon Murray, den ich für einen der besten Bodhranspieler unserer Zeit halte. Daher war es für mich auch eine besondere Freude und Ehre, dass er Ralf und mich als Lehrer an meinem Bodhranworkshop untserstützt hat, welcher zufällig an diesem Wochenende stattfand.
Aber auch jeder andere Musiker in dieser Formation ist ein absoluter Virtuose auf seinem Instrument, und die Verstärkung durch Sängerin Niamh Dunne hat die Band nicht nur in optischer Hinsicht erfrischt...

Ich freue mich schon auf die 7. Poller Irish Night!


Dieses Jahr bot sich mir zum zweiten Mal die Gelegenheit, Solas live und in Farbe zu sehen, noch dazu im nicht weit entfernten Leverkusen. Klar, dass ich mir diese Chance nicht entgehen ließ! Leider fehlte an dem Abend die Geigerin Winifred Horan, was zunächst ein großer Verlust erschien. Aber die übrigen Bandmitglieder haben einen das schnell vergessen lassen! Geradezu erschreckend, was für einen Druck die drei Jungs um Sängerin Máiréad Phelan machen können...

Mick McAuley


Während eines Kurzurlaubs in Hamburg und einer Stippvisite bei Ralf haben wir so nebenbei die "Celtic Supernight" mitgenommen.

Insgesamt drei Bands gaben sich an diesem Abend die Ehre, allen voran Martin Hayes & Dennis Cahill, die ich zuvor schon einmal in den Niederlanden gehört hatte. Ihre CD "Live in Seattle" gehört zu meinen IrTrad Top Ten Alben, ein must-have! Für mich das Highlight des Abends!

Es folgten das Mártin O Connor Trio sowie ein Sean-Nós-Sänger namens Iarla ò Cionáird, welcher im Wechsel von den Gitarristen beider Bands begleitet wurde. Beides ebenfalls sehr hörenswert!

Martin Hayes & Dennis Cahill


Das diesjährige Irish Spring konnte mal wieder mit einem echten Knaller aufwarten: Uiscedwr! (sprich: isch-ke-duur, irisch für Wasser).
Ich besitze zwar schon alle CDs dieser ebenso genialen wie abgefahrenen Band, aber live hatte ich sie noch nie gesehen.

Diesen Top-Act sparte man sich natürlich bis zuletzt auf und das war auch gut so, denn aus meiner Sicht war der Rest des Konzerts doch eher enttäuschend.

Es begann mit den Dingle White Females, zwei Sängerinnen aus Kerry. Eigentlich mag ich Gesang ja ganz gerne, aber das hier war mir dann doch etwas zu einfallslos...

Es folgten The Long Notes, ein Trio mit Akkordeon, Fiddle und einem meiner Lieblingsinstrumente, Banjo, welches aber leider ebenfalls erstaunlich blass blieb und nicht für den nötigen Drive nach der doch eher drögen Vorgruppe sorgen konnte.

Nach der Pause ging es weiter mit einem einzelnen Sänger, Daoiri Farrell, der sich selbst an der Bouzouki begleitete. Eine schöne Stimme, gute Lieder und nette Anekdoten zwischen den Songs sorgten zum ersten Mal für so etwas wie Stimmung in der Kunst-und Ausstellungshalle.

Uiscedwr machte das alles aber mehr als wett, denn die vier Musiker (Gitarre, Akkordeon, Fiddle und Bodhrán) ließen es so richtig krachen! beoga kreierte ja schon einen ganz neuen Sound in der IrTrad-Musik, aber für das, was Uiscedwr macht, gibt es nur einen zutreffenden Begriff: abgefahren! Und Cormac Byrne, der Bodhránspieler der Band setzt in meinen Ohren neue Maßstäbe an Rhythmusgefühl, Virtuosität und Einfallsreichtum. Sein Solo schlug alles, was ich bis dahin von John Joe Kelly und Eamon Murray gehört habe...

Wie gut mir die einzelnen Darsteller gefallen haben, kann man auch an der jeweiligen Anzahl der Bilder erahnen :-)

The Irish Spring Festival


Noch nie hatte ich meine Lieblingsband live gesehen! Aber das sollte sich jetzt ändern. Überraschenderweise spielten die vier Musiker im Schloß Morsbroich, einem Konzertort, den ich bis dahin noch gar nicht auf dem Schirm hatte...
Das ganze war open air und das Wetter hätte gar nicht besser sein können!

Vor ca. 150 Zuhörern begann der Nachmittag mit der Band Dhalia´s Lane, von denen ich zuvor noch nie gehört hatte. Was die fünf Musiker auf diversen, auch nicht-traditionellen Instrumenten an irischen Tunes, bretonischen und französischen Stücken sowie Eigenkompositionen spielten, konnten sich wirklich hören lassen. Auch die Show kam nicht zu kurz und heizte das Publikum schon mal vor...

...für die eigentliche Hauptattraktion des Tages, Solas!

Was für mich Solas zu meiner absoluten Lieblingsband macht ist die Tatsache, daß sie in jedem neuen Set, und teilweise sogar innerhalb eines Sets einen völlig neuen Sound kreieren können, weil jeder der Melodiespieler mehr als ein Instrument einfach perfekt beherrscht!

Allein die Liste der Instrumente, die Frontman Seamus Egan spielt, ist so unglaublich lang wie seine Virtuosität auf jedem einzelnen davon: Flute, Tenor Banjo, Mandoline, Gitarre, Tin und Low Whistle sowie, wie könnte es anders sein, Bodhrán. Leider hat er letztere als einziges nicht ausgepackt, ansonsten hat er wirklich alles live und absolut beeindruckend gespielt.

U mehr über die restlichen Bandmitglieder zu erfahren, solltet Ihr Euch unbedingt mal die Bandwebseite anschauen!

Winifred Horan



2016 Andreas Schneider